„Irgend­wie funk­tio­niert das Team nicht so rich­tig.“ Die­sen Satz hören wir häu­fig von Füh­rungs­kräf­ten und HR-Ver­ant­wort­li­chen. Oft wird zunächst ver­mu­tet, dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on das eigent­li­che Pro­blem ist.  Die Zusam­men­ar­beit müss­te bes­ser lau­fen, aber nie­mand kann genau benen­nen, wor­an es eigent­lich liegt. In der Pra­xis zeigt sich jedoch: Wer die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern möch­te, muss häu­fig tie­fer schauen.

Oft beginnt alles mit einem Gefühl. Einer Wahr­neh­mung, dass etwas nicht stimmt. Die ers­te Beschrei­bung bleibt meist dif­fus: es feh­le an Team­ar­beit, an Kom­mu­ni­ka­ti­on, an Ver­trau­en oder am Wir-Gefühl. Die Stim­mung ist anders als frü­her, Dis­kus­sio­nen ver­lau­fen zäher oder Infor­ma­tio­nen gehen ver­lo­ren. Viel­leicht wer­den Ent­schei­dun­gen immer häu­fi­ger hin­ter­fragt oder ein­zel­ne Team­mit­glie­der zie­hen sich zurück.

Team-Kommunikation verbessern, Konflikte im Team lösen, Lagerbildung in verschiedene Grüppchen

Gut ist: Die­ses Gefühl tritt häu­fig früh­zei­tig auf. Her­aus­for­dernd ist jedoch, es greif­bar zu machen. Für die Füh­rungs­kraft, für das Team und manch­mal auch für uns als Beraterinnen.

Denn die zweit­häu­figs­ten Anfra­gen sehen anders aus: ver­fes­tig­te Fron­ten, lang schwe­len­de Kon­flik­te, Lager­bil­dun­gen oder Teams, die kaum noch mit­ein­an­der spre­chen. Hier wird deut­lich, war­um es wich­tig ist, früh­zei­tig zu han­deln. Miss­ver­ständ­nis­se, Kon­flik­te im Team oder man­geln­der Aus­tausch sind oft nicht die Ursa­che, son­dern ein Hin­weis auf ande­re Her­aus­for­de­run­gen inner­halb der Zusammenarbeit.

Prä­ven­ti­on statt Reaktion?

Wer die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern und den Team­zu­sam­men­halt stär­ken möch­te, soll­te des­halb nicht erst aktiv wer­den, wenn Kon­flik­te eska­lie­ren. Gera­de im prä­ven­ti­ven Gedan­ken lohnt es sich, bereits beim ers­ten ungu­ten Gefühl genau­er hin­zu­schau­en. Denn um die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern, braucht es nicht erst eine Kri­se. Oft reicht der Mut, ers­te Ver­än­de­run­gen anzu­sto­ßen und gemein­sam auf die Zusam­men­ar­beit zu schauen.

Wenn Füh­rungs­kräf­te die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern möch­ten, besteht häu­fig die Ver­su­chung, direkt nach Maß­nah­men zu suchen:

Team-Kommunikation verbessern, Ursachen und schnelle Lösungen, Hand greift nach Stock
  • neue Mee­ting­re­geln
  • neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le
  • neue Tools
  • neue Pro­zes­se
Unse­re Erfah­rung zeigt jedoch: Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me sind oft nicht die Ursa­che, son­dern das Sym­ptom tie­fer­lie­gen­der Themen.
Agen­tur für Freundlichkeit

Häu­fig steckt dahinter:

  • ein unkla­res gemein­sa­mes Ziel
  • feh­len­de Rol­len- und Verantwortlichkeitsklärung
  • unter­schied­li­che Erwartungen
  • man­geln­de psy­cho­lo­gi­sche Sicherheit
  • feh­len­de Refle­xi­on der Zusammenarbeit
  • unein­heit­li­che Kommunikationswege
Team-Kommunikation verbessern, Richtungen unklar

Aus sys­te­mi­scher Sicht lohnt es sich daher, zunächst die Zusam­men­hän­ge zu ver­ste­hen, bevor Lösun­gen und die oben genann­ten Maß­nah­men ein­ge­führt werden.

Wenn Teams ihre Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern bzw. den Team­zu­sam­men­halt stär­ken möch­ten, emp­feh­len wir, zunächst mit einer Ana­ly­se zu starten.

Dabei geht es nicht um Schuld­fra­gen, son­dern um Verstehen.

Die­se Ana­ly­se kann ganz unter­schied­lich aussehen:

  • Ein­zel­ge­sprä­che
  • eine offe­ne Abfra­ge im Teammeeting
  • mode­rier­te Workshops
  • Team­land­kar­ten
  • Auf­stel­lungs­ar­beit
  • Ska­lie­rungs­fra­gen

Zwar kön­nen auch Befra­gun­gen hilf­rei­che Hin­wei­se lie­fern. Um kom­ple­xe und eher dif­fu­se Fra­ge­stel­lun­gen zu erhel­len, wäh­len wir aller­dings oft qua­li­ta­ti­ve Metho­den, die einen tie­fe­ren Ein­blick in Mus­ter, Aus­wir­kun­gen und Zusam­men­hän­ge ermög­li­chen.  Im per­sön­li­chen Aus­tausch wer­den Zusam­men­hän­ge sicht­bar, die in stan­dar­di­sier­ten Fra­ge­bö­gen oft ver­bor­gen bleiben.

Für uns sind in der Ana­ly­se drei Fra­gen zentral:

  • Wor­an machen wir das Gefühl im All­tag fest?
  • In wel­chen Situa­tio­nen fällt es beson­ders auf?
  • Und wen betrifft es eigentlich?

Die­se Fra­gen wir­ken zunächst ein­fach. Genau hier zeigt sich jedoch oft, dass Men­schen die­sel­ben Situa­tio­nen völ­lig unter­schied­lich wahrnehmen.

Team-Kommunikation verbessern, Analyse, Abtauchen zur Ursachensuche

Im Gespräch oder Work­shop zei­gen sich oft ähn­li­che Muster.

Team-Kommunikation verbessern, Ziele in der Zusammenarbeit vereinbaren, Pfeile in verschiedene Richtungen

Wenn nicht klar ist, wor­auf das Team hin­ar­bei­tet, ent­ste­hen Miss­ver­ständ­nis­se nahe­zu automatisch.

Die Fol­ge:

  • Dis­kus­sio­nen dre­hen sich im Kreis
  • Prio­ri­tä­ten unter­schei­den sich
  • Ent­schei­dun­gen wer­den hinterfragt

Nicht sel­ten wird dabei auch deut­lich, dass der eigent­li­che Zweck von Team­mee­tings unklar gewor­den ist.

Team-Kommunikation verbessern, Unklarheiten ausräumen um Teamzusammenhalt zu stärken
  • Wer ent­schei­det?
  • Wer infor­miert?
  • Wer setzt um?

Wenn die­se Fra­gen nicht ein­deu­tig beant­wor­tet wer­den kön­nen, ent­ste­hen Rei­bungs­ver­lus­te. Auf­ga­ben wer­den dop­pelt erle­digt, blei­ben lie­gen oder wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen errei­chen nicht die rich­ti­gen Personen.

Teamzusammenhalt stärken, Konflikte im Team lösen, Feuerlöscher

Gera­de in hybri­den Arbeits­wel­ten beob­ach­ten wir ein inter­es­san­tes Phänomen:

Vie­le Kon­tak­te ent­ste­hen nur noch dann, wenn etwas drin­gend erle­digt wer­den muss oder ein Pro­blem auf­tritt. Der zweck­freie Aus­tausch ver­schwin­det zuneh­mend. Gleich­zei­tig wer­den Home­of­fice, fle­xi­ble Arbeits­zei­ten und unter­schied­li­che Ein­satz­or­te immer selbstverständlicher.

Doch Ver­trau­en ent­steht nicht allein durch gemein­sa­me Auf­ga­ben. Ver­trau­en ent­steht auch durch Bezie­hung und regel­mä­ßi­gen Austausch.

Ein Klas­si­ker aus dem Beratungsalltag:

  • „Ach, da ist das abge­legt? Ich habe mir letz­te Woche einen Wolf danach gesucht.“
  • „Ach so, ich wuss­te gar nicht, dass das für dich rele­vant ist.“
  • „Ich hat­te das doch in den Chat geschrieben.“

Sol­che Situa­tio­nen wir­ken auf den ers­ten Blick banal. Dahin­ter ver­birgt sich jedoch häu­fig feh­len­de Abstim­mung dar­über, wer wel­che Infor­ma­tio­nen wann und über wel­chen Kanal tei­len sollte.

Wer die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern möch­te, soll­te des­halb genau hinschauen:

  • Wel­che Infor­ma­tio­nen gehö­ren wohin?
  • Was wird dokumentiert?
  • Wel­che The­men lau­fen über Chat?
  • Wel­che Infor­ma­tio­nen müs­sen zen­tral abge­legt werden?

Oft kann bereits die­se Klä­rung die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on deut­lich ver­bes­sern. Und klei­ner Ver­weis: Wich­ti­ges gehört nicht in den Chat son­dern in Kanä­le, Plan­ner oder Ticketsysteme.

Teamzusammenhalt stärken, Teammeeting gestalten, Ausrufezeichen

Ein wei­te­res Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­ter begeg­net uns regelmäßig.

Im Team­mee­ting bleibt es ruhig. Es wer­den weni­ge Fra­gen gestellt. Kaum jemand bringt neue Ideen ein. Ent­schei­dun­gen wer­den hin­ge­nom­men. Nach dem Mee­ting hört man dafür Aus­sa­gen wie:

„Ja, was die sich da wie­der aus­ge­dacht haben …“

oder

„Damit habe ich ja eigent­lich gar nichts zu tun.“

Schnell ent­steht der Ein­druck man­geln­den Enga­ge­ments – spä­tes­tens jetzt lohnt ein genaue­rer Blick. 

Aus unse­rer Erfah­rung stel­len sich Fra­gen wie:

  • Ist das Ziel des Mee­tings über­haupt klar?
  • Wofür kom­men die Betei­lig­ten zusammen?
  • Sind Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten eindeutig?
  • Wer­den unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven tat­säch­lich gehört?

Manch­mal liegt die Ursa­che auch in der Mode­ra­ti­on. Viel­leicht wird zu stark gesteu­ert. Viel­leicht fehlt aber auch Struktur.

Beson­ders wich­tig ist hier die psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit. For­schungs­er­geb­nis­se von Amy Edmond­son zei­gen, dass Teams erfolg­rei­cher zusam­men­ar­bei­ten, wenn Men­schen ihre Mei­nung äußern kön­nen, ohne nega­ti­ve Kon­se­quen­zen befürch­ten zu müssen.

Ein wei­te­rer häu­fi­ger Ansatz­punkt, wenn Teams ihren Team­zu­sam­men­halt stär­ken möch­ten, ist die Art der Dis­kus­si­on. Fol­gen­des Sze­na­rio: Eine Per­son bringt im Team­mee­ting eine Idee ein. Die Reak­ti­on lautet:

  • „Das klingt ja schön und gut, aber …“
  • „So kann man das wirk­lich nicht machen.“
  • „Das wird uns nichts bringen.“

Die Absicht dahin­ter ist oft nicht ver­let­zend. Den­noch erle­ben vie­le Mit­ar­bei­ten­de sol­che For­mu­lie­run­gen als abwer­tend oder demotivierend.

Ideen wer­den bewer­tet, bevor sie ver­stan­den wurden.

Das Ergeb­nis:

  • Men­schen betei­li­gen sich weniger
  • Krea­ti­vi­tät sinkt
  • Dis­kus­sio­nen wer­den emotional
  • Bezie­hun­gen im Team leiden

Um den Team­zu­sam­men­halt zu stär­ken und die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Dis­kurs zu ver­bes­sern, sind die­se Alter­na­ti­ven hilfreich:

  • „Habe ich dich rich­tig ver­stan­den, dass dir vor allem wich­tig ist, die jün­ge­ren Mit­ar­bei­ten­den stär­ker einzubinden?“
  • „Die Idee hat Poten­zi­al. Wie könn­ten wir sie mit unse­rem aktu­el­len Bud­get umsetzen?“
  • „Ein­mal hypo­the­tisch gedacht: Wie könn­te die Umset­zung aussehen?“

Sol­che Fra­gen öff­nen den Dia­log, statt ihn zu schließen.

Hier fin­den sich auch vie­le Gedan­ken der Gewalt­frei­en Kom­mu­ni­ka­ti­on wie­der: akti­ves Zuhö­ren, ech­tes Ver­ste­hen und wert­schät­zen­des Feedback.

Wenn die wich­tigs­ten Mus­ter sicht­bar wer­den, beginnt die eigent­li­che Ent­wick­lung. Ein Team­work­shop oder eine Off­si­te-Ver­an­stal­tung kann dafür ein her­vor­ra­gen­der Rah­men für den „Neu­start“ sein. Dabei geht es nicht nur dar­um, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­geln zu definieren.

Viel wich­ti­ger sind Fra­gen wie:

  • Was gelingt uns bereits gut?
  • Was erschwert unse­re Zusammenarbeit?
  • Wo ent­ste­hen Miss­ver­ständ­nis­se in der Kommunikation?
  • Wel­che Erwar­tun­gen haben wir aneinander?
  • Wel­che Ver­än­de­run­gen erschei­nen realistisch?

Gemein­sam ent­wi­ckel­te Lösun­gen und Abspra­chen wer­den meist deut­lich stär­ker getra­gen als Vor­ga­ben von außen.

Jedes Team ist anders und den­noch folgt die Ent­wick­lung häu­fig einem ähn­li­chen Muster.

Wahr­neh­mun­gen sammeln

  • Wo zei­gen sich Irritationen?
  • Was beob­ach­ten Füh­rungs­kräf­te und Mitarbeitende?

Mus­ter sicht­bar machen

  • Wel­che The­men tau­chen immer wie­der auf?
  • Wel­che Zusam­men­hän­ge wer­den erkennbar

Ursa­chen verstehen

  • Was steckt hin­ter den Symptomen?
  • Wel­che Dyna­mi­ken beein­flus­sen die Zusammenarbeit?

Lösun­gen gemein­sam entwickeln

  • Wel­che Ver­ein­ba­run­gen pas­sen zum Team?
  • Wel­che Ver­än­de­run­gen sind rea­lis­tisch, umsetz­bar, für alle relevant?

Kon­ti­nu­ier­li­che Umset­zung aktiv begleiten

  • Wie wer­den Ver­ein­ba­run­gen kon­kret in den All­tag übertragen?
  • Wer über­nimmt Verantwortung?
  • Wird Feed­back gelebt, ausgesprochen?

Fort­schrit­te reflektieren

  • Was funk­tio­niert inzwi­schen besser?
  • Wo braucht es Anpassungen?

Ein Work­shop setzt wich­ti­ge Impul­se. Ein bis zwei gemein­sa­me Tage sind jedoch kein Zau­ber­stab. Die eigent­li­che Arbeit beginnt danach. Wer die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern möch­te, braucht Regelmäßigkeit.

Neue Gewohn­hei­ten ent­ste­hen nicht von heu­te auf mor­gen. Gleich­zei­tig ver­än­dern sich Teams stän­dig. Neue Mit­ar­bei­ten­de kom­men hin­zu, Auf­ga­ben ver­än­dern sich, neue Tools wer­den ein­ge­führt — Ver­än­de­run­gen und Trans­for­ma­tio­nen prä­gen den Alltag.

Kom­mu­ni­ka­ti­on lässt sich nicht allein durch Gesprä­che über Kom­mu­ni­ka­ti­on verbessern.
Agen­tur für Freundlichkeit

Des­halb emp­feh­len wir regel­mä­ßi­ge Team­re­tro­spek­ti­ven, bei­spiels­wei­se alle drei Mona­te. Hier kön­nen Teams gemein­sam reflektieren:

  • Was läuft gut?
  • Was wol­len wir beibehalten?
  • Was hat sich verändert?
  • Was soll­ten wir zukünf­tig anders machen?
  • Was hat sich ein­ge­schli­chen, das uns nicht mehr hilft?

So bleibt Kom­mu­ni­ka­ti­on kein „net­tes Add-on“, son­dern wird zu einem fes­ten Bestand­teil erfolg­rei­cher Zusam­men­ar­beit im Team.

War­um Retros?! 

Weil die­se der offi­zi­el­le, insti­tu­tio­na­li­sier­te und „erlaub­te“ Raum sind für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Feed­back auf Ebe­ne der Zusam­men­ar­beit zu Ver­hal­ten und nicht zur Aufgabe.

Wer die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern möch­te, soll­te nicht vor­schnell aus­schließ­lich nach neu­en Regeln, zusätz­li­chen Tools oder noch mehr Aus­tausch suchen.

Aus unse­rer Erfah­rung sind Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me meist nicht die Ursa­che, son­dern ein Sym­ptom. Hin­ter ihnen ste­hen unklar for­mu­lier­te Zie­le, man­geln­de Rol­len­klä­rung, feh­len­de psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit, ver­än­der­te Rah­men­be­din­gun­gen oder zu wenig gemein­sa­me Reflexion.

Wenn Teams bereit sind, gemein­sam hin­zu­schau­en, unter der Ober­flä­che nach den Ursa­chen zu for­schen und sich dafür com­mi­t­ed, kann schon das ein Schritt sein, der den Team­zu­sam­men­halt stärkt. Im bes­ten Fall nicht mit Schuld­zu­wei­sun­gen, son­dern mit ehr­li­cher Neu­gier auf die Frage:

Die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern und den Team­zu­sam­men­halt zu stär­ken ist kein ein­ma­li­ges Pro­jekt, son­dern ein fort­lau­fen­der Pro­zess. Erfolg­rei­che Teams zeich­nen sich nicht dadurch aus, dass sie kei­ne Schwie­rig­kei­ten haben. Sie zeich­nen sich dadurch aus, dass sie gelernt haben, offen dar­über zu spre­chen, gemein­sam zu ler­nen und Ver­ant­wor­tung für ihre Zusam­men­ar­beit zu übernehmen.

Denn gute Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­steht nicht zufäl­lig. Sie ent­steht dort, wo Men­schen sich Zeit neh­men, mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men, Unter­schie­de aus­zu­hal­ten und Zusam­men­ar­beit bewusst zu gestal­ten. Genau dort beginnt nach­hal­ti­ge Teamentwicklung.

Wie kann man die Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on verbessern?

Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sert sich sel­ten allein durch neue Tools oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­geln. Daher lohnt sich der Blick unter die Sym­ptom­ober­flä­che auf Zie­le, Rol­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und die geleb­te Zusam­men­ar­beit im Team.

 

Was sind typi­sche Ursa­chen für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me im Team?

Viel­fa­che Ursa­chen sind unkla­re Zustän­dig­kei­ten, feh­len­de psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit, unter­schied­li­che Erwar­tun­gen, unge­klär­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge oder man­geln­de Refle­xi­on im Teamalltag.

 

Reicht ein Team­work­shop aus, um die Zusam­men­ar­beit nach­hal­tig zu verbessern?

Ein Work­shop kann wich­ti­ge Impul­se set­zen. Nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen ent­ste­hen jedoch erst dann, wenn Ver­ein­ba­run­gen im All­tag umge­setzt und über­prüft wer­den. Kon­ti­nui­tät und regel­mä­ßi­ge Wei­ter­ent­wick­lung bspw. durch Retros brin­gen erst nach­hal­ti­gen Erfolg.

 

War­um hän­gen Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on und Team­zu­sam­men­halt eng zusammen?

Bei­des bedingt sich gegen­sei­tig. Gute Kom­mu­ni­ka­ti­on schafft Trans­pa­renz, Ver­trau­en und Betei­li­gung. Dadurch fällt es Teams leich­ter, Kon­flik­te früh­zei­tig anzu­spre­chen, gemein­sam Lösun­gen zu ent­wi­ckeln und den Team­zu­sam­men­halt nach­hal­tig zu stärken.

Melanie Klaes

Melanie Klaes

Trainerin, Beraterin, Coach

B. A. Business Psychology, Hochschule Fresenius Köln

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